Wissenschaftliche Quellen

Diese Auswahl wissenschaftlicher Arbeiten untersucht Zusammenhänge zwischen Bewegung, Musik, virtueller Realität und Parkinson. Die Studien betreffen unterschiedliche Aktivitäten und Geräte: Ihre Ergebnisse lassen sich nicht automatisch auf Beat Saber oder die Aktivitäten unseres Vereins übertragen.

Zu jeder Quelle erläutern wir den untersuchten Gegenstand und die Grenzen der Ergebnisse. Die Originaldokumente sind auf Englisch.

Virtuelle Realität und Parkinson

Pilotstudie · Masterarbeit · 2020 · 4 Teilnehmende

Beat Saber: ein erster Forschungsansatz

Physically Active Virtual Reality and Parkinson’s Disease: A Pilot Study — Kaitlyn Danielle Ruhf, Wake Forest University.

Untersuchung: vier Menschen mit Parkinson im Alter von 62 bis 78 Jahren nahmen innerhalb etwa einer Woche an vier begleiteten Beat-Saber-Einheiten mit Oculus Quest teil. Die Einstellungen waren angepasst: einfache Schwierigkeit, kein Spielabbruch bei Fehlern, keine Bomben oder Hindernisse sowie regelmässige Pausen.

Ergebnisse: zwischen der ersten und letzten Einheit nahmen Spielpunkte, gemessene Armbewegungen und Spielfreude zu. In dieser kleinen Stichprobe wurden während oder nach dem Spielen keine unerwünschten Wirkungen berichtet.

Grenzen: die Arbeit untersucht vor allem Machbarkeit und Akzeptanz. Sie umfasst nur vier freiwillige Teilnehmende, ohne Kontrollgruppe und ohne langfristige Nachbeobachtung. Fortschritte im Spiel belegen weder eine dauerhafte Verbesserung der Symptome oder des Alltags noch eine Verlangsamung des Krankheitsverlaufs.

Masterarbeit lesen (PDF, Englisch)

Systematische Cochrane-Übersichtsarbeit · 2016 · 8 Studien, 263 Teilnehmende

Virtuelle Realität in der Rehabilitation

Virtual reality for rehabilitation in Parkinson’s disease — Dockx und Kollegen.

Ergebnisse: die Übersichtsarbeit weist auf einen möglichen Vorteil bei Schritt- und Doppelschrittlänge gegenüber Physiotherapie hin. Die Auswirkungen auf Gehen, Gleichgewicht und Lebensqualität könnten mit denen anderer aktiver Massnahmen vergleichbar sein.

Grenzen: die Evidenz wurde als niedrig oder sehr niedrig bewertet. Die Studien sind klein und verwenden unterschiedliche Geräte, darunter Wii und Kinect. Diese Übersichtsarbeit von 2016 bewertet Beat Saber nicht.

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Musik, Tanz und Bewegung

Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse · 2021 · 17 Studien, 598 Teilnehmende

Bewegung mit Musik

Effects of music-based movement therapy on motor function, balance, gait, mental health, and quality of life for patients with Parkinson’s disease — Zhou und Kollegen.

Ergebnisse: berichtet werden Verbesserungen der motorischen Funktion, des Gleichgewichts, der Gehblockaden, der Gehgeschwindigkeit und der psychischen Gesundheit.

Grenzen: für Schrittfrequenz, Doppelschrittlänge und Lebensqualität wurde keine statistisch signifikante Verbesserung festgestellt. Die Ergebnisse betreffen musikgestützte Bewegungsangebote; sie belegen keine entsprechenden Wirkungen von Beat Saber.

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Machbarkeitsstudie · 2021 · 10 Teilnehmende

Tanz als Rehabilitationsangebot

Dance movement therapy in rehabilitation of Parkinson’s disease – A feasibility study — Lihala und Kollegen.

Ergebnisse: nach zwei Monaten mit Tanzeinheiten beobachteten die Forschenden Verbesserungen der Messwerte für Kognition und Lebensqualität.

Grenzen: die Studie umfasst nur zehn Teilnehmende und keine Kontrollgruppe. Veränderungen der motorischen Messwerte erreichten keine statistische Signifikanz. Daraus lässt sich keine allgemeine Wirksamkeit von Tanz oder Beat Saber ableiten.

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Ein Begriff ist unklar? Erklärungen zuPilotstudie, Metaanalyse und systematischer Übersichtsarbeit finden Sie im Glossar.